(geschummeltes) Risotto – Reisverwertung

Häufig hat man noch vom Vortag oder Vorvortag (oder bei Studenten „Ich-weiß-nicht-mehr-Tag“) etwas Reis übrig mit dem man nicht mehr so viel anzufangen weiß. Das Bami-Goreng oder Schweinefleisch süss-sauer ist schon alle, also wird es meist als 2. Beilage irgendwo runter gemogelt. Dabei ist es recht einfach übrig gebliebenen Reis mit ein paar einfachen Schritten wiederzubeleben.

Dieses (Schummel-) Risotto eignet sich besonders wenn der Reis schon relativ trocken geworden ist und ergibt ein besseres Ergebnis als z.B. gebratener Reis mit Gemüse oder ähnliches. Außerdem ist es eine kulinarische Abwechselung wenn man vorher schon mit dem Reis etwas asiatisches zubereitet hat.

212Das ist alles was man braucht: Der alte Reis, etwas Butter, ein Glas heißes Wasser mit Brühe und eine handvoll Champignons in Scheiben. Die Brühe ist nur der Einfachheit halber aus Trockenpulver angerührt, wenn man eine frische Brühe zur Hand hat umso besser. Beim selber Anrühren sollte das ganze in etwa einer ganz leicht zu salzigen Suppe entsprechen. Das Risotto braucht das Salz für die Würze, man darf aber nicht zu viel hinein geben weil durch das Einkochen wird es schnell zu salzig. Die abschließende Würzung mit Salz kommt ganz zum Schluß, wenn das Gericht „stabil“ ist.
214Die Champignons mit etwas Butter in einer Pfanne scharf anbraten, damit sie sowohl garen als auch etwas Farbe bekommen.
215Champignons aus der Pfanne nehmen und den Reis dazu geben. Den Reis nicht großartig anbraten, dass führt zu nichts da er bereits gekocht ist. Gleich die Suppenbrühe hinzugeben.
217Die Brühe ist auch super um kleine Reisreste aus aus Töpfen oder anderen Behältern zu bekommen. Wir wollen ja nichts verkommen lassen.
218So soll das ganze beim kochen aussehen. leicht bedeckt mit Flüssigkeit, nicht zu trocken, aber auch nicht in Wasser ersäuft. Das wichtigste Merkmal sind die kleinen Bläschen. Man fügt immer soviel Flüssigkeit hinzu das die Bläschen sich bilden. Sobald diese verschwinden immer wieder nachgießen. Die Pfanne sollte auch nicht wesentlich mehr gefüllt sein, der Reis darf höchstens 1-1,5cm stehen, sonst wirds einafch nur pampig der Reis unten verkocht und oben nicht heiß genug wird. Wenn man keine Brühe mehr hat, einfach Wasser hinzugeben, nicht mehr Brühe anrühren, das ganze wird sonst zu salzig.
219Das ist das was wir wollen, dass ist das Gold, das Mana, der Stein der Weisen der das Gericht gelingen lässt. Das weiße hier ist die Stärke, die wir aus dem Reis gekocht haben und die zusammen mit etwas Butter das ganze schön cremig machen wird.
220Wenn man mit der Konsistenz zufrieden ist Pilze wieder hinein geben, einmal schwenken damit es schön warm wird und servieren. Leider hängt die Zeit bis hierhin sehr stark von der verwendeten Reissorte ab und wie trocken er bereits geworden ist. Alles in allem sollte aber der Reis selber in der Pfanne nicht sonderlich länger als 10-12min dauern. Bei Reissorten die viel Stärke enthalten, ist es meistens sogar weniger als 10min. Ob der Reis relativ viel Stärke enthält kann man daran festmachen. Wie stark er nach dem kochen zusammen klebt. Hier in diesem Fall hab ich Jasminreis verwendet, der eigentlich nicht gerade die erste Wahl wäre, aber es klappt doch nicht schlecht. Man sollte aber auch kein Michelinstern würdiges Essen erwarten wenn man mit Resten kocht.

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