Der Kaffee Dripper von Concept-Art

In einem Zeitalter, in dem der Kaffee aus Kapseln oder Pads kommt und man eigentlich nur noch Cappuccinos und Espressos zu sich nimmt, erscheint ein Kaffeedripper fast schon archaisch. Allerdings liefert er einen besonderes Geschmackserlebnis.

Dieser Kaffeedripper ist von der der Firma Concept-Art und wurde mir von einem Freund empfohlen, deswegen habe ich ihn gleich getestet. Kaffedripper unterscheiden sich von traditionellen Filterkaffeemaschinen dadurch, dass der Kaffee in heißem Wasser schwimmt, anstatt das Wasser von oben drauf getröpfelt wird. In etwa so wie beim brühen von Tee. Der Vorteil ist, dass der Kaffee dabei deutlich niedrigeren Temperaturen ausgesetzt wird und so schonender gebrüht wird. Normale Kaffeemaschinen, die dieses typisch gluckernde Geräusch produzieren, erhitzen durch ihre sog. Blasenpumpe das Wasser bis es teilweise verdampft und dann schubweise auf das Kaffeepulver tropft. Dadurch wird der Kaffee zu hohen Temperaturen ausgesetzt und schmeckt dann meisten zu sauer.

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Herzstück des Drippers ist ein Ventil, welches am Boden des Gefäßes sitzt. Das Ventil wird durch eine Feder geschlossen gehalten und öffnet sich erst wenn man den Dripper auf eine Tasse oder ein Glas stellt. Das Ventil selber besteht anscheinend aus Silikon und lässt sich gut reinigen.

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Erste Schritt: Das Filterpapier ein legen und mit heißem Wasser übergießen. Dadurch lösen sich evtl. unangenehme Geruchsstoffe aus dem Papier und der Dripper wird aufgewärmt. Ein mit gelieferter Untersetzter aus Plastik hält  dabei die Unterlage sauber und trocken. Durch das bereits erwähnte Ventil bleibt das Wasser im inneren der Apparatur.

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Danach portioniert man die Menge an Kaffee, die man verwenden will. Man kann hier natürlich auch einen normalen Kaffeelöffel verwenden, aber ich bevorzuge eine Waage. 20g sind schon eine recht ordentliche Portion und entsprechen etwas mehr als 2 Löffeln an Kaffeebohnen.

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Der Mahlgrad des Kaffee sollte nicht all zu fein sein, da wir eine vergleichsweise lange Brühzeit haben. Am besten wäre eine gute Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk. Bei dieser Art von Mahlwerken wird das Kaffeepulver auf eine sehr einheitliche Größe gemahlen. Ich habe allerdings nur eine kleine elektrische Mühle mit Schlagmahlwerk bzw. einem rotierenden Messer. Dadurch entsteht ein großer Anteil an sehr feinen Kaffeeepulver, der leicht überbrüht und unangenehm bitter schmeckt.

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Zum Brühen nehme ich immer eine bis an den Rand gefüllte Tasse heißes Wasser.  Der Filter und der Kaffee halten genug Wasser zurück, so dass am Schluss eine gut gefüllte Tasse übrig bleibt. Wie man an dem Foto oben erkennen kann, ist ein Hauptproblem des Drippers, dass die Crema oben schwimmt. Da man aber den Kaffee nach unten abseiht, geht sie für uns verloren. Man könnte also sagen, der Kaffee ist hier besonders fettfrei?
Auf alle Fälle ist das der größte Minuspunkt in meinen Augen.

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Nach einer Brühezeit von 12-15 min ist der Kaffee fertig. Stellt man den Dripper auf eine Tasse oder Glas, löst sich das Ventil und der Kaffee kann abfließen. Dieser Vorgang dauert etwa 1-2 min. Die Brühzeit und die Temperatur sind entscheidend für den späteren Geschmack des Kaffees. Eine Lange Brühzeit macht den Kaffee natürlich stärker, wobei eine hohe Temperatur den Kaffee bitterer macht. Insbesondere lösen sich bei höheren Temperaturen auch verstärkt ungewünschte Geschmacksnoten aus dem Kaffee und er hat eine Tendenz saur zu werden.
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Der fertige Kaffee ist recht stark, ähnlich wie bei einer French Press und hat ein sehr volles Aroma. Saure Geschmacksnoten des Kaffees werden durch dieses Brühverfahren unterdrückt, wodurch das Geschmackserlebnis besonders voll ist.

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Falls ihr euch den Dripper auch zulegen wollt, könnt ihr in über diesen Affiliate-Link bei Amazon kaufen. Ich habe mir den Dripper selber gekauft und es besteht weder jetzt noch bestand in der Vergangenheit eine Kooperation mit der Firma Concept-Art.

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