Französische Crepes

Crêpes sind von Jahrmärkten kaum noch weg zudenken. In Frankreich gehören sie zum Alltag, vor allen Dingen von Studenten, genauso dazu wie hierzulande das Schnitzel. In Deutschland werden sie eigentlich deutlich seltener selbst gemacht, dabei ist es so einfach!

Französische Crêpes
    (reicht für 6 Stück)
  • 100 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 EL Öl
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
    optional:
  • 2 cl Rum
  • Käse
  • Schinken
https://kasselfood.com/de/2015/08/04/franzoesische-crepes/

Normalerweise reicht die angegebene Menge für eine hungrige Person. Hinter dem Teig steckt keine Kunst, einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und entweder mit einen Schneebesen oder einen Handrührer zu einem glatten Teig verarbeiten. Bläschen spielen hierbei keine große Rolle. Das wichtigste ist die Konsistenz, diese lässt sich aber nur schlecht beschreiben. Auch wenn man sich 100% an die Mengen des Rezeptes hält, muss man die Konsistenz immer ein bisschen nach Gefühl korrigieren.

crepeteig-konsistenz

Beim ausgießen mit einem Schöpflöffel spürt man mit etwas Übung einfach, die dick der Teig sein muss. Für den Anfang kann man sich an dem obigen Bild orientieren.

Für authentische Crêpes braucht man eine spezielle Pfanne mit besonders dünnen Boden. Alternativ kann man sich auch mit einem Crêpes-Maker behelfen oder einen dieser Teigverteiler. Persönlich gieße ich aber meine Crêpes nach klassischer Methode.

 crepes pfanne schräge ansicht

Die Pfanne mit einem Küchenpapier und etwas Öl einfetten. Wir brauchen eigentlich nicht viel, da der Teig bereits eine gute Portion Öl enthält. Diese Pfannen sind normalerweise auch sehr gut beschichtet. Wenn man es vermeiden kann, sollte man in diesen Pfannen niemals etwas anderes zubereiten. Häufiges Braten, vor allen Dingen von Fleisch, setzt dem Teflon nach einiger Zeit zu und die Crêpres rutschen nicht mehr so einfach aus der Pfanne. Außerdem eigenen sich diese Pfannen ohnehin kaum für etwas anderes, wegen ihrer sehr geringen Dicke.

Einreiben von Öl auf eine Pfanne mit Küchenpapier

 

Die Pfanne muss schön heiß sein aber nicht so heiß, dass das sie raucht. Man gießt den Teig aus großer Höhe in die Pfanne. Ich fange immer oben an und ziehe dann die Schöpfkelle nach unten. Durch die Höhe bekommt der Teig genug Schwung, um sich sofort in der Pfanne zu verteilen.
Wieviel Teig man braucht, hängt natürlich von der Kelle und der Pfanne ab. Das muss man einfach ausprobieren.

Eingießen von Crepes Teig

Nach einigen Sekunden wird der Teig fest und löst sich an den Rändern von der Pfanne. Dies ist der Richtige Moment um die Crêpe zu wenden. Wenn man geübt ist, kann man dies mit einer Bewegung des Handgelenkes erledigen. Normalsterbliche bemühen den einen Pfannenwender.

vorderseite eines Crepes gar
vorderseite eines Crepes gar

Crêpes sollten niemals zu braun werden. Sie werden sonst zu hart am Rand und wirklich mehr Geschmack bekommen sie auch nicht.

rückseite eines crepes braun
rückseite eines crepes braun

Man kann die fertigen Crêpes, wie sonst auch üblich, mit Marmelade oder Schokolade bestreichen. In Frankreich gibt es aber auch deftige Varianten, mit allerlei Aufschnitten. Hier möchte ich eine Variante mit Schinken und Käse zeigen.

offenes crepes mit käse und schinken
offenes crepes mit käse und schinken

Den Schinken und Käse gibt man auf die Crêpe, während sie noch heiß ist. Man kann dann den Teig einfach rüber klappen, wie bei einem Omelett…

crepes mit käse und schinken gefaltet

…oder wie einen Wrap rollen. Das ist Fingerfood freundlicher. Andere Varianten wären z.B. Frischkäse und Räucherlachs, Feta und Spinat oder sogar Pizzabeläge. Auch Varianten mit Geschnetzelten oder Pilzragout existieren, die dann aber schon eher zu reichhaltigen Abendessen werden.

aufgeschnittenes gerolltes crepes mit flüssigem käse und schinken

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